Due Diligence Pflegedienst: Die Prüfliste vor dem Kauf
Due Diligence Pflegedienst heißt, vor der Unterschrift Zulassung, Erträge, Personal, Patientenbestand, Verträge und Standort systematisch zu prüfen. Entscheidend ist nicht nur die heutige Auslastung: Auch Personalbindung, Prüfungsfeststellungen und die künftige Nachfrage im Einzugsgebiet bestimmen die Risiken beim Pflegedienst-Kauf.
Häufige Fragen zu Due Diligence Pflegedienst
Welche Unterlagen gehören zur Pflegedienst-Übernahme-Prüfung?
Prüfen Sie Versorgungs- und Vergütungsverträge, insbesondere den Versorgungsvertrag nach § 72 SGB XI als Grundlage für die Versorgung Pflegebedürftiger über die Pflegekasse. Fordern Sie außerdem Jahresabschlüsse, BWA, offene Forderungen und Verbindlichkeiten, Miet-, Leasing- und Fahrzeugverträge, Versicherungen sowie Unterlagen zu Qualitätsprüfungen an. Bei Verträgen und Zulassungsvoraussetzungen sollten Kassen, zuständige Stellen und fachliche Beratung den Einzelfall prüfen.
Worauf achten Käufer bei Personal und Patientenstamm?
Analysieren Sie Stellenplan, Qualifikationen, Arbeitsverträge, Fluktuation, Ausfälle und Abhängigkeit von PDL und weiteren Schlüsselkräften. Die Fachkraftquote beschreibt den erforderlichen Anteil qualifizierter Pflegefachpersonen; konkrete Vorgaben können je nach Vertrag und Bundesland abweichen. Beim Patientenstamm zählen Fallstruktur, Pflegegrade, regionale Verteilung, Kündigungen und Altersstruktur – nicht allein die Patientenzahl.
Wie lassen sich Standort-Risiken beim Pflegedienst-Kauf prüfen?
Vergleichen Sie Bedarf, Zahl bestehender Dienste, demografische Entwicklung, Arbeitsmarkt und Erreichbarkeit im tatsächlichen Tourengebiet. Ein heute tragfähiger Bestand kann unter Druck geraten, wenn Fachkräfte fehlen, Konkurrenz wächst oder die Nachfrage räumlich anders verteilt ist. Für die Prüfung sollten Kreis- und PLZ-Daten getrennt betrachtet werden: PLZ-Werte sind Modellschätzungen, kalibriert an amtlicher Kreisstatistik.
So hilft PflegeRadar weiter
Die Kreis-Analyse von PflegeRadar zeigt für einen Landkreis oder eine kreisfreie Stadt Pflegebedürftige, ambulant Versorgte und Dienstezahl aus amtlicher Statistik sowie Herkunft und Rechenweg der Teil-Scores. Nutzen Sie zusätzlich Standort-Rangliste und Marktalarm, um Veränderungen im Kaufgebiet früh zu beobachten.