Pflegedienst kaufen: Ablauf, Angebote finden, Fallstricke
Pflegedienst kaufen kann den Markteintritt beschleunigen, weil Personal, Patientenbeziehungen und Betriebsabläufe bereits vorhanden sind. Entscheidend sind jedoch eine belastbare Prüfung von Versorgungsvertrag, Personalbindung, Vergütung, Verträgen und lokalem Bedarf.
Häufige Fragen zu Pflegedienst kaufen
Wo findet man einen Pflegedienst zu verkaufen?
Übernahmeangebote entstehen häufig aus altersbedingter Unternehmensnachfolge im Pflegedienst und werden über Nachfolgebörsen, Branchenkontakte, Steuer- und M&A-Beratung oder Verbände vermittelt. Diskretion ist üblich: Vor detaillierten Unterlagen sollten Interessenten eine Vertraulichkeitsvereinbarung schließen und Lage, Leistungsportfolio sowie Abhängigkeiten von einzelnen Mitarbeitenden prüfen.
Wie läuft es ab, einen Pflegedienst zu übernehmen?
Nach Erstprüfung und Absichtserklärung folgt üblicherweise eine Due Diligence: Jahresabschlüsse, Abrechnungen, Personalakten, Miet- und Fahrzeugverträge, Prüfberichte sowie Patientenstruktur werden geprüft. Beim Inhaberwechsel ist insbesondere der Versorgungsvertrag nach § 72 SGB XI – die Zulassung zur Abrechnung mit Pflegekassen – mit den zuständigen Pflegekassen zu klären; die Übertragbarkeit hängt von der Gestaltung und den Anforderungen ab. Auch Verträge, Datenschutz und die Information von Beschäftigten und Patienten brauchen einen geordneten Übergang.
Welche Fallstricke hat der Kauf eines Pflegedienstes?
Ein bestehender Umsatz ersetzt keine Prüfung: Fluktuation, offene Stellen, hohe Tourenzeiten, Abrechnungsrisiken oder eine schwache Fachkraftbasis können die Übergabe belasten. Klären Sie, ob die Pflegedienstleitung und Schlüsselkräfte bleiben; Anforderungen an PDL und Personal können je nach Bundesland sowie Rahmenvertrag nach § 75 SGB XI abweichen. Der Kauf passt besonders, wenn Sie operative Erfahrung, Kapital für Kaufpreis und Übergang sowie einen Plan zur Mitarbeiter- und Patientenbindung mitbringen.
So hilft PflegeRadar weiter
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